Der Holzspalter ist ein Gerät, mit dem Baumstücke aufgespaltet werden,
indem das Holzstück gegen einen so genannten Spaltkeil oder auch Spaltkreuz getrieben und somit gespalten wird. In den meisten Fällen ist ein solcher Holzspalter mit einer Hydraulik versehen. Diese wird von einem Traktor entweder über eine Zapfwelle angetrieben, oder von einem elektrischen Motor mit 230 oder 400 V.
Der Wert der Spaltkraft wird in Tonnen beschrieben, wobei es zum einen Geräte in stehender Ausführung gibt und zum anderen auch in liegender Ausführung. Größere Geräte haben über einen Meter Hub, wobei die Tischhöhe verstellt werden kann. Somit können kürzere Stücke zügiger gespaltet werden. Die kleinen Holzspalter, die in Baumärkten erhältlich sind, werden oft mit Gewindestangen ausgestattet, anstatt mit einer Hydraulik, damit weitaus billigere Maschinen für den Kunden ebenso im Angebot sind, jedoch geht dies auch auf Kosten der Spaltkraft. Die moderneren Holzspalter sind zwar mit einer Zweihandauslösung für die Unfallverhütung versehen, trotzdem aber sollte für entsprechende Schutzkleidung gesorgt sein.
Normale, liegende Holzspalter haben in der Regel ein Gewicht von 50 kg bei einem Spaltdruck zwischen 4 und 6 Tonnen. Sonstige Leistungsdaten eines solchen Gerätes sind die Nennleistung des Motors, maximale Länge und Durchmesser vom Spaltgut, Geschwindigkeit von der Vor- und Rückwärtsbewegung so wie der Förderdruck der Hydraulikpumpe. Die Spaltkraft ist lediglich ein Leistungsparameter. Bei benötigten kleinen Holzstücken, zum Beispiel für einen Kamin, reicht beispielsweise ein Spalter mit kurzer Länge bis maximal 37 cm. Geräte mit etwa 50 cm Spaltgutlänge sind hierbei nachteilhaft, weil die größere Strecke verursacht, dass die Zeiten des Vor- und Rücklaufens verlängert werden und somit weniger Spaltungen in der Stunde möglich sind. Es empfiehlt sich die Benutzung zweier Blöcke oder eines Untergestelles, damit das Spalten der Holzstücke in entsprechender Arbeitshöhe stattfinden und somit der Rücken geschont werden kann.!
Ein kleiner Tipp zum Schluss :
Es ist zu beachten, dass sich abgelagertes Holz schwieriger spalten lässt, als frisch geschlagenes. Daher sollte man Holz kurz nach dem Einschlag auch weiterverarbeiten und erst nach einer längeren Trockenzeit zum heizen nutzen (trockenes Holz entwickelt hier die größte Heizkraft).
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Guten Morgen,
eine Frage habe ich zu dem Thema: wieviel Spaltkraft benötigt man für Hartholz (Buche und Eiche), das schon länger liegt? Reichen 5 Tonnen?
Comment: Christoph Kracht – 11. April 2009 @ 8:26 am
“Echte” 5 Tonnen würden wohl ausreichen, jedoch wird bei den Angaben nur zu gerne getrickst. Die verwendeten Motoren und Leitungen, bzw das gesamte Konzept von günstigen Holzspaltern zielt auf Konsumenten ab, die nach dem Preis kaufen und nicht nach wirklicher Leistung.
Ein guter Holzspalter, der weder bei Astlöchern noch bei abgelagerten Holz Einbrüche in der Leistung hat und wirklich beim ersten Versuch auch komplett spaltet, kostet ca. 1400,00 Euro und steigend.
Alles was preilich darunter ist, wird meistens im asiatischem Raum gefertigt und eignet sich zwar für Kleinverbraucher und deren frisches Holz aus dem Wald, nicht jedoch für langes, unterbrechnungsfreies arbeiten und das Spalten von problematischeren Aufgaben, wozu gut abgelagerte Hölzer mit Sicherheit auch zählen.
Comment: admin – 12. April 2009 @ 9:54 am