Ermittlung des Luftbedarfs bei dem Kompressor

Mittwoch, 15. Juli 2009 von admin

Luftbedarf bei Kompressoren

Der Luftbedarf ist der, den ein Kompressor benötigt, um einen Druckluftbehälter eines bestimmten Inhaltes bis zu einem vorgegebenen Druck zu füllen. Der Druckluftbedarf ist der, den ein Arbeitsgerät benötigt.

Beispiel: Ein 40-Liter-Druckbehälter soll einen Luftdruck von 10 at enthalten, also das zehnfache des normalen Luftdruckes, dann werden 400 Liter Luft benötigt, also 0,4m³. Das ist bei Kleinkompressoren der Fall. Ist der Soll-Druck erreicht, schaltet ein Druckschalter den Elektroantrieb ab. Fällt dann der Druck auf beispielsweise 8 at ab, läuft der Motor wieder an, um wieder auf 10 at zu kommen. Der Arbeitsdruck kann viel geringer sein als der Kesseldruck, weil ein Druckregler auf nur 3 at eingestellt ist. Es hat also keine wesentliche Bedeutung, wie hoch der Kesseldruck ist. Er wird immer über dem Arbeitsdruck liegen. Mit solchen Kompressoranlagen können beispielsweise mehrere Farbspritzpistolen gleichzeitig zuverlässig betrieben werden, aber keine Presslufthämmer.

Benötigen in Produktionsbetrieben Maschinen Druckluft, wird man mit einem Kleinkompressor nicht viel ausrichten können. Es kommt auf die Größe des Maschinenparkes und ihren Luftbedarf an. Als Beispiele gibt es Pressluftschrauber, Strickmaschinen und alle mögliche andere Technik, die ohne Druckluft nicht arbeiten kann. Hier wird in der Regel eine größere Kompressoranlage benötigt. Der Druckluftbehälter kann mehrere Kubikmeter umfassen, der einen sicheren Speicher darstellt. Der dazugehörige Kompressor ist zumeist mehrzylindrig und die Hubräume sind der geforderten Leistung entsprechend. Solche Anlagen werden nicht durch Druckschalter gesteuert, sondern mittels automatischem Verschließen der Ansaugöffnungen. Wenn ein Kompressor keine Luft mehr bekommt, läuft er leer, der Antriebsmotor wird entlastet.

Fahrbare Kompressoranlagen, die beim Straßenbau eingesetzt werden, können aus Platzgründen keine übergroßen Druckluftbehälter beinhalten. Der Kompressor selbst ist schon ein Ungetüm, welches von einem Benzin- oder Dieselmotor angetrieben wird. Hier gibt es keinen Druckluftspeicher, der Druck wird direkt geliefert und verbraucht. Für aufkommenden Überdruck gibt es Sicherheitsventile, die abpfeifen oder dem Kompressor wird die Ansaugöffnung automatisch zugeregelt, so wie das bei anderen Großkompressoren gehandhabt wird.

Ein automatisches Ein- und Ausschalten des Antriebsaggregates wäre bei elektrisch betriebenen und fest installierten Großkompressoren mit großem Druckkessel dann ratsam, wenn der Druckluftbedarf nicht stetig ist. Dann reicht der Restkesseldruck vorerst aus, um die angeschlossenen Maschinen mit Druckluft zu versorgen, während der Antriebsmotor aktiviert wird.

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